| Nachdem Mitinhaber Josef Steidinger nach Meinungsverschiedenheiten mit seinem Bruder Christian 1911 die gemeinsame Firma
verlässt, setzt Christian Steidinger mit seinen Mitarbeitern in den angestammt bereits erweiterten Betriebsgebäuden die Fertigung von Bestandteilen und Federwerksantrieben fort. |
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![]() Christian Steidinger jun. |
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Ab 1913 wird die Fertigung auf die neuentwickelten Federlaufwerke mit Schneckenregulatortrieben umgestellt.
Aus dem Ausland, vor allem aus Russland, erhält das junge Unternehmen in den Jahren 1913 / 14 umfangreiche Aufträge zur Lieferung von hochglanz-vernickelten Federantrieben für Sprechmaschinen.
Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 können diese Aufträge nicht mehr ausgeführt werden.
Da außerdem alle wehrfähigen Männer des Betriebes eingezogen werden, besteht der Betrieb praktisch nur noch aus Frauen und einigen älteren Meistern und Mitarbeitern.
Auch der älteste Sohn Alfred wird eingezogen und fällt 1916 an der Front vor Verdun.
Während des Krieges werden Rüstungsaufträge erledigt;so werden u.A. einschraubbare Stollen für Pferde-Hufeisen gefertigt.
1916 erhält das Unternehmen einen Auftrag über fünf Millionen Laderahmen für das Infanteriegewehr 88.
Damit ist vorerst die Existenz des Unternehmens und seiner 160 Mitarbeiter gesichert.
1917 wird der Betrieb durch einen weiteren Neubau erweitert.
![]() Moritz Diegel Im gleichen Jahr tritt Moritz Diegel in die Firma ein; er heiratet Maria, die älteste Tochter von Christian Steidinger. |
![]() Ingenieur Emil Knecht Christian Steidinger lernt in Berlin Emil Knecht kennen, damals Betriebsleiter einer großen Berliner Laufwerkefabrik. Es gelingt ihm, Emil Knecht als Generalvertreter für Berlin zu gewinnen. |
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![]() Willi Steidinger |

![]() Nachdem die allgemeine Wirtschaftskriese 1926 bewältigt ist, beginnt 1927 der Aufschwung. Im Jahr 1927 werden täglich 1.500 Federlaufwerke gefertigt. Unter der Leitung von Emil Knecht wird ein neuer Grammophon-Antrieb entwickelt; der sogenannte DUAL-Motor kombiniert einen Elektromotor mit einem Federwerk zu einer Antriebseinheit. |
![]() Mit dem neu eingestellten Ingenieur Hermann Papst wird die Entwicklung von elektrischen Grammophonantrieben voran getrieben. |
| 1933 zog sich Christian Steidinger aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen zurück. 1934 übernimmt Emil Knecht als "fester Mitarbeiter" die Entwicklungsabteilung. Der Firmengründer Christian Steidinger stirbt 1937. Die Söhne übernehmen die Betriebsführung; Oskar Steidinger den kaufmännischen, Siegfried Steidinger den technischen Bereich. |
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![]() Oskar Steidinger |
![]() Siegfried Steidinger |
| Sie werden dabei unterstützt von ihren Brüdern Christian (Junior) (Werkzeug-und Maschinenkonstruktion), Richard (Montage), Erwin (Verkauf), und Kurt Anton (Einkauf), dem Ehemann ihrer jüngsten Schwester Otty. | |||
![]() Christian Steidinger (Jun.) |
![]() Richard Steidinger |
![]() Erwin Steidinger |
![]() Kurt Anton |
Ein neues "Freischwinger"-Tonabnehmersystem wird entwickelt, die DUAL - Plattenspielerchassis und DUAL-Motoren in großer Stückzahl gefertigt.
Nach Kriegsbeginn 1939 kann die Fertigung von Plattenspielern nur noch in kleinen Stückzahlen weitergeführt werden; die Produktion muss auf "kriegswichtige Güter" umgestellt werden.
Nach Kriegsende am 8. Mai 1945 beginnt der Betrieb bereits im Juli des selben Jahres wieder mit der Produktion von Plattenspielern.
![]() Ein neues Produkt, die "Dynamo-Taschenlampe" wird gefertigt und muss als Tauschobjekt oft das fehlende Bargeld ersetzen. |
![]() Dual 1001 Im Jahre 1949 zeigt DUAL auf der Berliner Funkausstellung den neuentwickelten Plattenwechsler Typ 1000. |
![]() Automatensaal und Werkzeugbau 1950 Im Jahre 1950 werden von 400 Mitarbeitern bereits wieder 200.000 Phonochassis produziert. |
![]() DUAL 1002 Ab 1952 werden alle Dualchassis mit drei Drehzahlen und selbst entwickelten Kristall-Tonabnehmer-Systemen geliefert. |
![]() Ein neues Betriebsgebäude wird 1956 beim Stammhaus in St.Georgen in Betrieb genommen, während in Meßkirch das erste Zweigwerk entsteht. |
![]() DUAL 1009 Nach manchem Rückschlag gelingt DUAL 1963 mit dem HI-FI Wechsler 1009 der große Wurf; er setzt am Markt neue Maßstäbe. |
| Im Jahre 1963 umfasst das Unternehmen 1.250 Mitarbeiter. Durch den Erfolg sind Erweiterungen am Stammwerk und den Zweigwerken Meßkirch und Mönchweiler erforderlich; in St.Georgen werden mit den Werken "4" und "5" zwei neue Produktionsstätten eröffnet. 1960 tritt Dr. Walter Karrer in die Geschäftsleitung des Unternehmens ein. Christian Steidinger (Junior) stirbt 1963. Nach dem Tode von Oskar Steidinger im Jahre 1964 übernehmen Siegfried Steidinger und Kurt Anton die Geschäftsleitung; Dr. Walter Karrer wird Geschäftsführer. |
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![]() Dr. W.Karrer |
![]() DUAL Werk 5 |
Richard Steidinger stirbt 1969.
Im Jahre 1970 sind rund 1.400 Mitarbeiter bei DUAL beschäftigt.
Im Jahre 1971 vereinbaren DUAL und das ebenfalls in St.Georgen ansässige Konkurrenzunternehmen PE (Perpetuum-Ebner) (das sich zu der Zeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet) "zur besseren Auslastung der Kapazitäten" eine engere Zusammenarbeit, wobei PE zunächst weitgehend selbständig bleiben soll, die Gesamtleitung aber an DUAL übergeht.

Zum Jahreswechsel 1972 / 73 übernimmt DUAL den ehemaligen Konkurrenten ganz.
Dadurch entsteht unter dem Namen DUAL der größte Phonotechnische Spezial-Betrieb in der Bundesrepublik und Europa.
Im Jahre 1975 feiert das Unternehmen sein 75-jähriges Betriebsjubiläum.
In den insgesamt neun Werken werden 3.500 Mitarbeiter beschäftigt.